Herzlich Willkommen auf meinem Blog! Hier könnt ihr lesen, was ich auf meinen Reisen durch Australien und Umgebung so alles erlebe! So seid ihr dann immer auf dem Laufenden ;)
Cheers Alex

Mittwoch, 2. Februar 2011

Von beißenden Fischen und kackenden Seegurken...

+++++WARNING+++++Der nachfolgende Bericht enthält möglicherweise Erzählungen oder Bilder, die zum Neidischwerden verleiten könnten. Besonders Personen, die sich gerade im -8°C kalten Deutschland befinden oder etwaigen anderen zart besaiteten Personen wird daher empfohlen vom Lesen dieses Artikels abzusehen.+++++WARNING+++++

Ach, ihr habt euch doch getraut weiter zu lesen!? Selbst schuld, dann möchte ich aber keine Beschwerden hören nachher ;)

Wie gestern bereits angekündigt habe ich heute eine Tagestour nach Ko Phi Phi gemacht. Ein Tag voller Spaß an weißen Sandstränden und im türkisblauen Meer geht zu Ende.

Alles fing damit an, dass der Wecker heute morgen viel zu früh geklingelt hat. Und das im wahrsten Sinne des Wortes! Da ich nämlich vergessen hatte, die Uhr auf meinem Handy von malaysischer auf thailändische Zeit umzustellen, klingelte der Wecker schon um 5:30 Uhr statt um 6:30 Uhr!! (Chrissy, kommt dir das irgendwie bekannt vor?! ;)) Dabei wäre selbst Zweiteres ja schon wesentlich zu früh gewesen! Total übermüdet habe ich es aber dann doch geschafft mich aus dem Bett zu raffen und pünktlich um 7:40 vor meinem Hotel vom Pick-up-Service des Tourveranstalters abgeholt zu werden. Praktischerweise saß in dem Van schon ein Mädel (geboren auf den Philippinen, lebt aber in Kanada), das auch alleine herumreist, und so kam man ziemlich schnell ins Gespräch :) Am nächsten Stop haben wir dann eine 7-köpfige Gruppe junger Leute aus Sydney (wuhuuuuuuu!) eingesammelt. Die waren aber leider auf einem anderen Boot, deshalb fielen die Sydney-Gespräche relativ kurz aus :(

Im Hafen angekommen hat man dann auch schnell mit den restlichen Bootsgefährten Bekanntschaften gemacht. Wie der Zufall es so will auch ein deutsch (er)-spanisches(sie) Pärchen, von dem er schon mehrere Jahre in Mendig gearbeitet hat (die Andernacher wissen, wovon ich rede ;)) und sie ab Februar ihren Master an der WHU anfängt, weshalb sie nächste Woche nach Vallendar ziehen. Da zeigt sich mal wieder, wie klein die Welt doch ist. Unter anderem hatten wir aber auch ein australisches (nochmal wuhuuu!) Pärchen aus Brisbane sowie ein indisches Pärchen, die beide grade in den Flitterwochen waren, zwei schwedische Zwillinge und noch 2 Japaner-Pärchen. Also alles in allem ein bunter Mix ;)

Nach dem ersten Smalltalk ging es dann aber auch relativ schnell aufs Boot und dann hieß es "Ab geht die Post!". Also für seasickness-Gefährdete wäre dieser Tag die Hölle gewesen, denn die See war ziemlich rough und wir sind glaube ich mit über 100 km/h über die Wellen gebrettert! Für mich genau das Richtige, ich fand's geil hehe! Meine Knie bestehen allerdings morgen bestimmt nur aus blauen Flecken, da die einige Male gegen irgendwelche Bootskanten geknallt sind, wenn mal wieder eine etwas höhere Welle kam und man halb durch die Luft geflogen ist ;) Das Fotografieren war heute teilweise auch eine ganz besondere Herausforderung. Habt ihr schonmal versucht, Fotos zu machen während ihr mit nem Speedboat über's offene Meer brettert?! Die Tatsache, dass man sich mit einer Hand krampfhaft festkrallen muss, um nicht über Bord geschleudert zu werden ist da noch das kleinste Problem ;) Aber als alter Profi konnte ich natürlich dennoch ein paar richtig geile Shots ergattern!

Unser 1. Stop hieß Maya Bay, die originale Film-Location für "The Beach". Dank des Filmes ist die Bucht natürlich jetzt Touristen-Magnet Nr. 1und deshalb wimmelt es dort nur von Menschen. Das war wirklich schade, weil es ein richtig schöner Platz ist, aber die Menschenmassen passen einfach nicht in das Ambiente einer schönen Südseeinsel... Deshalb haben wir da aber auch garnicht lange verweilt und sind nach einem paarminütigen Swim direkt weitergefahren. Nach dem Swim hatte ich alelrdings einen paar Zentimeter großen Schnitt am rechten Fuß... weiß der Geier, wo der herkam ;)

Der nächste Stop war dann Monkey Bay. Hier war es glücklicherweise etwas leerer! Nachdem wir zuerst an den Strand gefahren und die dort lebenden Affen mit Bananen gefüttert haben ging's zurück auf's Boot, denn es war Zeit zu schnorcheln! Nach einem beherzten Sprung vom Schiff ins (nicht wirklich) kühle Nass war man auch ganz schnell wieder inmitten von Fischschwärmen gefangen. Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass ich das mittlerweile aber sogar ganz cool finde ^^ Teilweise habe ich dieselben Fische gesehen wie in Australien, aber auch ein paar neue Arten entdeckt. Sogar einen Fisch mit Leopardenmuster habe ich gesehen und musste sofort an meine Tigerlily denken (diejenige, die gemeint ist, weiß Bescheid!). Weniger schön waren allerdings die Quallen, die sich alle paar Minuten an irgendeiner Körperstelle bemerkbar gemacht haben. Aber wie die Bootscrew uns vorher schon gewarnt hatte "Da sind Quallen, aber die sind nicht schlimm, wenn man nicht kratzt Einfach ein paar Minuten in Ruhe lassen, dann geht das ganz schnell wieder weg!" Na darin bin ich ja besonders gut... ;)

Nach der Schnorcheltour ging es zum Phi Phi Natural Resort zum Lunch. Es gab ein riesiges Buffet mit wirklich den unterschiedlichsten Gerichten zur Auswahl (von Salat oder versch, Suppen über Spaghetti mit Tomatensoße oder typisches Thai-Food oder baked potatoes hin zu frischen Früchten und Sandkuchen). Aber noch viel besser als das Essen war der Ausblick aus dem Restaurant! Man saß nämlich auf der Veranda und hatte das unendlich weite türkisblaue Meer nur ein paar Meter neben sich!

Nach der Stärkung stand dann der letzte Tagespunkt auf dem Programm: Bamboo Island! Hier konnte man wieder die Zeit zum Schnorcheln nutzen oder einfach am weißen Sandstrand relaxen. Ich habe mich für's Schnorcheln entschieden, was hier allerdings ein wenig beängstigend war, da das Wasser wirklich nicht sehr tief war (teilweise 1-1,5m würde ich schätzen) und man immer Angst hatte, sich an einer Koralle den Bauch aufzuschlitzen. Hier waren auch weniger Fische als an dem ersten Schnorchel-Spot. Dafür durfte ich hier z.B. Seegurken beim Kacken beobachten... Und dann gab es den Schock des Tages. Als ich so gemütlich im Wasser am schnorcheln war, war ich auf einmal wieder umzingelt von Fischen.... Und dann hat mich eins von den Viechern ins Bein gebissen!!!! Manche Leute mögen mich jetzt für verrückt halten und andere vor Lachen auf dem Boden liegen... aber für diejenigen, die denken, ich hätte mir das nur eingebildet, habe ich Beweise! Es hat nämlich sogar geblutet! Und der Australier ist auch gebissen worden hat er hinterher auf dem Boot erzählt. Naja, da bin ich mal wieder um eine Erfahrung reicher, würde ich sagen! ;)

Kurz danach wurden dann allerdings schon wieder alle zusammengetrommelt und es ging zurück in Richtung Phuket.

Hier gab es dann wieder das übliche Spiel mit Sonnenuntergang und Abendessen (mal wieder Thai und als Dessert eine leckere Fruit plate ;)). Beim heutigen Dinner haben es sich die thailändischen Mosquitos zur Aufgabe gemacht, sich auf jeder Stelle meines Körpers zu verewigen, die noch nicht von australischen, neuseeländischen oder malaaysischen Mosquitos als deren Territorium markiert wurde!

Die Verletzungsbilanz des heutigen Tages lautet also: unzählige mosquito-bites, ein Biss vom Fisch(!!!!), einen Cut am Fuß von undefinierbarer Quelle, einen erneuten Sonnenbrand und (morgen definitiv!) blaue Knie! Aber es hat sich alles gelohnt, denn mal wieder mit dem Boot auf dem Meer unterwegs zu sein (wie schon auf den Whitsundays und in Neuseeland) war wirklich schön und das türkisblaue Meer und die weißen Strände machen all die kleinen Unannehmlichkeiten ganz schnell wieder wett ;)


Lektion des Tages No. 1: Thailändische Fische scheinen Hunger zu haben!


Lektion des Tages No. 2: Wenn sich die Sonne mal richtig blicken lässt, dann reicht auch zweimaliges Einschmieren mit ekelhafter Sonnencreme nicht aus um am Abend ohne Sonnenbrand nach Hause zu gehen!

Bilder des Tages:

Maya Bay


Affen in Monkey Bay



Ko Phi Phi Natural Resort


Chilling @Bamboo Island



Liebe Grüße,
Euer Fischfutter Alex

P.S.:Heute ist es übrigens genau einen Monat her, dass ich Australien verlassen habe. Traurig, aber wahr! Und ab heute ist es auch noch genau einen Monat, bis ich mich auf den Weg nach Dubai -meinem letzten Stop auf der großen Reise- mache! Es ist einfach unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht...

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